Keynote, ein auf Internet-Performance-Tests spezialisiertes Unternehmen, hat während zweier Wochen im Dezember zu Testzwecken etwa 26.000 SMS-Nachrichten in verschiedenen Teilen Amerikas von unterschiedlichen Mobilfunk-Netzen aus verschickt. Das ernüchternde Ergebnis: Ganze 7,5 Prozent der Nachrichten sind beim Empfänger nicht angekommen. Das schlechteste Ergebnis wurde bei T-Mobile festgestellt: 14 Prozent der von einem T-Mobile-Handy in ein anderes Netz verschickten SMS und 13 Prozent der netzintern verschickten Kurznachrichten erreichten ihr Ziel einfach nicht. Am besten erwischte es noch AT&T, wo 95,5 beziehungsweise 97,8 Prozent erfolgreich waren.

2002

Hochgerechnet auf die USA bedeuten die überraschend schlechten Resultate, dass jeder Monat mehrere Millionen SMS im elektronischen Nirwana verschwinden. Aufgrund der geringen Sicherheit hilft auch die Verwendung von Übertragungsberichten nur teilweise, weil ja auch diese per SMS übertragen werden und verloren gehen können. Die SMS-Nutzung der Amerikaner hat erst im vergangenen Jahr deutliche Zuwächse erzielt, als eine Plattform für den Austausch von SMS zwischen unterschiedlichen Netzbetreibern den Dienst aufgenommen hatte. Nach wie vor können die Mobilfunk-Unternehmen von Umsatzzahlen wie in Europa nur träumen – die nun veröffentlichten Testergebnisse werden das Vertrauen der US-User in SMS nicht gerade verstärken.

Und .at?

Die österreichischen Mobilfunk-Netzbetreiber zeigten sich auf Anfrage von pressetext.austria von den Testergebnissen überrascht. In ihren Netzen, ja in ganz Europa seien derartige Werte unvorstellbar. Wenn SMS nicht ankämen liege dies meist an zu lange abgeschaltenen Mobiltelefonen oder überfüllten SMS-Speichern in den Handys, betonte mobilkom austria. Die maximale Vorhaltedauer nicht zustellbarer Nachrichten beträgt sieben Tage, der Absender kann diese Zeitspanne durch entsprechende Handy-Settings auch verkürzen. Kein Netzbetreiber wollte die eigenen Verlustraten genau beziffern, allein tele.ring sprach von "deutlich weniger als einem Promille". One berichtete vom besonders "SMSlastigen" Jahreswechsel, wo weniger als 0,5 Prozent der von One-Usern abgeschickten SMS nicht angekommen seien. Von T-Mobile-Österreich ist bis Redaktionsschluss keine Stellungnahme eingetroffen, auch T-Mobile USA hat zu den Testergebnissen bislang keine Pressemitteilung herausgegeben. (pte)