Zu einem festen Bestandteil der facettenreichen Wiener Club-Szene hat sich das Homoriental im Club Massiv gemausert. Die Veranstaltung mit dem lustig programmatischen Wortspiel im Namen sorgt mittlerweile seit drei Jahren für willkommene Abwechslung im Veranstaltungskalender.

Deshalb wird an diesem Samstag ein Fass aufgemacht - oder drei - und kräftig und lautstark Geburtstag gefeiert. Freilich sind die Clubbings des Homoriental in erster Linie lesbisch und schwul dominiert. Aber bis jetzt konnten sich Menschen mit gängigerem Sexualverhalten nicht darüber beschweren, dort zu wenig Spaß erfahren zu haben. Diskriminieren tun bekanntlich nur Klemmer und Kleingeister.

Für grenzüberschreitende Unterhaltung sorgt jedenfalls schon die Durchmischung der Musik: Zu türkischem Pop, asiatischem Dancefloor und traditionellerweise natürlich auch House-Musik in sämtlichen Variationen werden wohl weder Glas noch Tanzfläche leer bleiben.

Gratulation also auch vom "rosa" Blatt. (lux)
18. 1. Club Massiv, 3.,
Untere Weißgerberstraße
37. Beginn:
22.00

Die Blue Box als "Drogenhöhle"

Nur charakterlich und moralisch gefestigte Menschen sollten am Samstag die Blue Box besuchen. Dort legen nämlich DJ Wallee und Wolfgang "Iggy" Jahn Platten zum Thema Drugs auf.

Entwarnung an die Zivilfahnder: Alles wird sich im Rahmen sittlicher Grenzen bewegen, allein die Musik soll betören. Das Programm wird sich zwischen Velvet Underground (Heroin), Smokie (Gesamtwerk) Hoyt Axton (Pusher Man) und Stefan Raab (Wir Kiffen) bewegen. Hoch die Öfen! (flu)
18. 1. Blue Box, 7.,
Richterg. 8. Beginn:
21.00

Tanzfieber und Schautrinken

Den Ritt ins neue Jahr vollzieht am Freitag Klaus Makotters Euroranch-Club. Beschallte der Wanderclub unlängst noch die grindigen Räumlichkeiten des EKH, so steht samstags als Location der erprobte Club U am Programm.

Gewohnt umfangreich werden die musikalischen Darbietungen sein. Neben den Euroranch-DJs schrauben die Gast-Tonträgerwechsler Florian Obkircher und Philipp L'Heritier an den Reglern herum. Letzterer verwechselt diese Tätigkeit zwar gern mit einem Schautrinken, aber wenn die Musik ebenso lustig ist wie der DJ - kein Problem.

Für Liveelektronik um Mitternacht ist Herbert Weixelbaum zuständig.

Am selben Abend gibt es wieder Tanz-Rambazamba im Rhiz. Der mittlerweile regelmäßig stattfindende Moods and Grooves Club schiebt wieder Tische und Sessel zur Seite, damit der Disco nichts im Wege steht. An den Decks werken die Command-Your-Soul DJs Didi Kern, Christian Wöginger und Dent. (lux)

Euroranch: 17. 1., Club U, 1., Karlsplatz/Künstlerhauspassage. 21.00
Moods and Grooves: 17. 1.
, Rhiz, 8., Lerchenfeldergürtelbogen 37. 21.00 (DER STANDARD; Printausgabe, 16.1.2003)