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Lavafluss aus dem Kilauea

Foto: Reuters/US Geological Survey

London - Der größte aktive Vulkan der Welt, der Mauna Loa auf Hawaii, ist nach Analysen von US-Forschern unterirdisch mit seinem kleineren Bruder verbunden, dem Kilauea. Als sich im Mai vergangenen Jahres die Magmakammer des 4.169 Meter hohen Mauna Loa auszudehnen begann, setzte gleichzeitig beim 1.235 Meter hohen Kilauea eine Eruption ein.

Diese Beobachtung lege eine Art "interne Kommunikation" zwischen den beiden Feuerbergen nahe, schreiben Asta Miklius und Peter Cervelli vom Geologischen Dienst der USA auf Hawaii im britischen Wissenschaftsjournal "Nature".

Bekannte These

Eine unterirdische Verbindung zwischen Mauna Loa und Kilauea wird zwar schon seit rund 100 Jahren von Geologen diskutiert, wegen der unterschiedlichen chemischen Zusammensetzung der Eruptionsgesteine jedoch auch immer wieder verworfen. Der enge zeitliche Zusammenhang zwischen den Bewegungen der Magmenkammer am Mauna Loa und dem Ausbruch des Kilauea könne jedoch nicht zufällig sein, vermuten Miklius und Cervelli. Sie postulieren eine Verbindung zwischen den beiden Vulkanen innerhalb der Erdkruste, ohne jedoch die Unterschiede zwischen den Gesteinen erklären zu können.

Das Vulkansystem von Hawaii gilt als das größte der Erde. Es erhebt sich fast zehn Kilometer über den umgebenen Grund des Pazifiks und ist damit höher als der Mount Everest. Hawaii liegt über einem so genannten Hot spot, eine Magmenverbindung zum Erdmantel ist nachgewiesen. Wegen der Dünnflüssigkeit der Lava gelten die Ausbrüche in der Regel als relativ harmlos. (APA/dpa)