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Chávez: "Einen Präsidenten zu ersetzen, ist etwas anderes, als sein Hemd zu wechseln"

Foto: APA/AFP/Stan Honda

Caracas - Der venezolanische Präsident Hugo Chavez hat am Freitag seine Rücktrittsbereitschaft nach einem verfassungsgemäßen Referendum bekräftigt. Er werde sofort zurücktreten, sollte er in einer Volksbefragung im August unterliegen, sagte er dem deutschen Auslandsfernsehen Deutsche Welle TV. Einem von der Opposition angestrebten Referendum am 2. Februar will sich Chavez aber nicht beugen.

Opposition und Chavez-Anhänger demonstrierten auch am Freitag auf den Straßen der Hauptstadt Caracas. Sollte das Referendum im Februar eine Mehrheit finden, werde er keinesfalls auf sein Amt verzichten, sagte Chavez der Deutschen Welle. Bei dem Vorgehen handele es sich um "Verfassungsbetrug, der Teil eines Planes ist, mich aus dem Amt zu entfernen". Gemäß der venezolanischen Verfassung ist ein bindendes Referendum erst Mitte August zulässig.

Weiter sagte Chavez, er wolle aus seinem Land "kein zweites Kuba" machen. Sein Ziel sei eine "stabile Wirtschaft mit humanistischem und selbstverwaltendem Charakter". Die Opposition, die Chavez einen autoritären Regierungsstil vorwirft, wolle "das Land mit aller Macht still legen", sagte der Präsident. (APA/AP)