Wien - "Es gibt keine Schließungspläne" für Spitäler, erklärte der Pressesprecher von Gesundheitsstaatssekretär Reinhart Waneck (F), Martin Glier. Zuletzt hatte ja Hauptverbandspräsident Martin Gleitsmann (V) angekündigt, dass es im Zuge einer grundlegenden Reform des Gesundheitssystems auch um die Schließung kleinerer Spitäler gehen werde. Kritik erntete Gleitsmann daraufhin von der Ärztekammer, deren Präsident Otto Pjeta vor einem "gesundheitspolitischen Eigentor" warnte. Und Niederösterreichs Gesundheitsreferentin Heidemarie Onodi (S) lehnt ebenfalls die Schließungspläne ab und warnt vor einer Verunsicherung der Patienten.

Die Zahl der Spitäler einerseits sowie der Spitalsbetten andererseits ist in den letzten Jahren kontinuierlich gesunken. So gab es 1985 noch 332 Krankenanstalten und 83.021 systematisierte Betten, die letzten verfügbaren Daten aus dem Jahr 2001 weisen nur mehr 310 Spitäler und 71.741 Betten aus. Dabei ist zu berücksichtigen, dass der tatsächliche Ist-Stand bei den Spitalsbetten noch geringfügig unter diesen Werten liegt. Dieser lag 2001 bei 69.320 Betten.

Bei den systemisierte Betten handelt es sich um jene Zahl, die beispielsweise bei der Errichtung von Abteilungen oder Spitälern genehmigt wurde. Stellt sich dann heraus, dass man zum Beispiel statt genehmigten 100 Betten in einer Klinikabteilung nur 95 braucht, sind das dann die tatsächlichen Betten. Daraus ergibt sich eben auch die Differenz von systemisierten und tatsächlichen Betten. (APA)