Wien - Die Österreichische Ärztekammer (ÖÄK) fordert ein eigenes Gesundheitsministerium. Wie die ÖÄK-Spitzenvertreter, Präsident Otto Pjeta und Vizepräsident Reiner Brettenthaler, am Donnerstag in einer Aussendung feststellten, sei ein eigenes Gesundheitsressort notwendig, um die weit verstreuten Kompetenzen zu bündeln, die gesundheitspolitische Diskussion zu strukturieren und Reformen zielgerecht und bevölkerungskonform durchzuziehen.

"Die bisherigen Erfahrungen haben gezeigt, dass man Fragen der Gesundheitspolitik nicht als kompetenzloses Anhängsel eines der größten Ministerien abhandeln kann", sagte Pjeta. Die anstehenden Änderungen und Erneuerungen würden ein eigenes Ministerium mit entsprechenden, umfassenden Kompetenzen benötigen. Die Gesundheitspolitik, so der Kammerpräsident, sei zu wichtig, um im Dschungel der Kompetenzträger in Bund, Ländern, Gemeinden und Sozialversicherungen als Bittsteller auftreten zu müssen. Das Anforderungsprofil für die Ressortleitung umfasst laut Pjeta die einschlägige Expertise, die ausreichende Kreativität, unmittelbare Praxiserfahrung sowie als wesentliche Punkte soziale Einstellung und Patientenorientierung. (APA)