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Nachwuchs bei den Nyala-Antilopen

Foto: APA/HARALD SCHWAMMER

Wien - Eine gute und eine schlechte Nachricht aus dem Wiener Tiergarten Schönbrunn: Bei den Nyala-Antilopen gab es in den vergangenen Tagen zwei Neugeburten. Das Orang Utan-Weibchen "Sirih" hatte hingegen kurz vor dem Jahreswechsel eine Fehlgeburt, hieß es am Mittwoch in einer Aussendung des Tiergartens.

Am 11. und 15. Jänner wurden je ein weibliches Antilopen-Kalb geboren. Diese ungewöhnlichen Geburtstermine kommen durch die "innere Uhr" dieser südafrikanischen Tiere zu Stande, deren natürliche Heimat weit südlich der Sahara gelegen ist. Dort ist gerade Hochsommer und die beste Jahreszeit zur Aufzucht der Jungen. Die beiden werden mit ihren Müttern erst frühestens in zwei bis drei Wochen in der Freianlage zu sehen sein, da unsere mitteleuropäischen Wintertemperaturen für diese Savannenbewohner doch zu kühl sind.

Wahrscheinlich natürlicher Schutzmechanismus

Orang Utan-Weibchen "Sirih", Mutter der mittlerweile beinahe fünfjährigen Tochter "Jungly", war ebenfalls trächtig und hätte im kommenden Februar ihr zweites Junges zur Welt bringen sollen. Kurz vor Jahreswechsel hatte sie aber eine Fehlgeburt: Zwillinge. Da die beiden Jungtiere sehr groß und schwer waren, dürfte dieser Abortus ein natürlicher Schutzmechanismus der Muttertiere sein, da sie eine reguläre Geburt der beiden "Riesenkinder" aller Wahrscheinlichkeit nach auch selbst nicht überlebt hätte.

Der stellvertretende Tiergarten-Direktor Harald Schwammer: "Zwillingsgeburten gibt es zwar hin und wieder, doch überleben diese relativ selten. Untersuchungen der Embryos haben ergeben, dass sie organisch zwar noch unterentwickelt, aber ansonsten gesund gewesen wären. Der Geburtstermin war ja erst für Ende Februar berechnet. Die beiden waren aber einfach zu groß - das bedeutet dann Lebensgefahr für das Muttertier." (APA)