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Maria Pichler scheiterte schon in der Qualifikation

Foto: APA/Raunig

Murau/Kreischberg - Nach Abschluss der Parallel-Rennen bei der 5. FIS-Snowboard-WM auf dem Kreischberg war ÖSV-Damen-Cheftrainer Walter Hinterhölzl stocksauer über die Ergebnisse und die Leistungen seines Teams. "Diese Watschen tut bitterlich weh. Nach dem Riesentorlauf habe ich mich noch vor die Läuferinnen gestellt, denn einmal ist keinmal, aber zwei Mal ist schon sehr oft", ließ der Coach am Mittwoch im Pressezentrum nach dem Slalom seinen Frust freien Lauf. Die Plätze 6 und 9 für Claudia Riegler und Heidi Krings wurden noch akzeptiert, aber das Scheitern von Maria Pichler und Heidi Neururer in der Qualifikation brachten Hinterhölzl in Rage.

Ärger über Quali-Aus

"So was kann man nicht im Raum stehen lassen und muss diese Dinge besprechen. Bei vier so starken Fahrerinnen, die alle schon auf dem Podium waren, kann man einen Semifinalplatz erwarten. Die Streuung ist gut genug, gleich zwei Damen in der Quali zu verlieren darf nicht passieren. Mit Vorsicht kann man nichts gewinnen, denn wer bremst verliert. Ärgern müssen sich die Fahrer, ich bin bitter enttäuscht", so der erzürnte Trainer, der im Quartier Klartext sprechen wollte.

Eine Topmannschaft darf nicht so zaghaft agieren

Das Nicht-Erreichen der Entscheidung von Pichler und Krings war ihm ein Dorn im Auge: "Die erfahrenen Läuferinnen haben Fehler zum ungünstigsten Zeitpunkt gemacht. Bei einer WM gibt es kein vorsichtiges Runterfahren in der Qualifikation, da ist trotz bester Bedingungen eine Grenze weit unterschritten worden. Eine Top-Mannschaft gerade im Slalom darf nicht so zaghaft agieren. Ohne Sturz nicht unter den besten 16 dabei sein, hat mich am meisten enttäuscht. No risk - no winning!"

Platz sechs ein schwacher Trost

Zumindest seine 19-jährige WM-Debütantin, die nur an der späteren Weltmeisterin scheiterte, nahm der Verantwortliche in Schutz: "Heidi Krings kann man den geringsten Vorwurf machen, sie hat noch Jahre vor sich." Für Claudia Riegler war der Medaillentraum im Viertelfinale beendet, "schade, denn sie hat dann in den entscheidenden Läufen Fehler gemacht", war Platz sechs der besten Österreicherin ein schwacher Trost.

Kurioses Finale

Gold und Silber machten in einem kuriosen Finale die französische Riesentorlauf-Olympiasiegerin von Salt Lake City 2002 Isabelle Blanc und ihre Landsfrau sowie Titelverteidigerin Karine Ruby untereinander aus. Als beide kurz vor dem Ziel beim selben Tor scheiterten herrschte große Verwirrung, letztlich entschied der Sieg im ersten Lauf zu Gunsten von Isabelle Blanc. (APA)