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Foto: Archiv

Streamcast Networks, Entwickler des P2P-Client Morpheus, hat eine neue Version seiner Software angekündigt. Die Entwickler versprechen mehr Funktionen, bessere Performance und Bedienung.

Mitte des Jahres

Mitte des Jahres soll die neue Morpheus-Version zum kostenlosen Download verfügbar sein - eine wichtige Entscheidung für den Betreiber, da sein Client seit dem Wechsel auf das Gnutella-Netzwerk unter massivem User-Schwund zu leiden hat. Davor hatte Morpheus das Fasttrack-Netz genutzt, dieses verwendet auch die derzeit populärste Tauschbörse KaZaA.

Die neuen Funktionen

Laut Streamcast soll es zahlreiche neue Funktionen geben. So etwa das so genannte "Cluster-Hopping", dieses Features soll die Qualität der Suchergebnisse verbessert und es Usern ermöglichen sehr seltene und nicht so verbreitete Musikstücke miteinander zu tauschen. Derzeit durchforstet der Morpheus-Client bei einer Suchanfrage nur einen Cluster, der aus rund 15.000 Rechnern besteht, obwohl mehr als eine Million PCs erreichbar wären. Das "Cluster-Hopping" startet nun die Suche wie gewohnt in einem dieser Cluster, springt jedoch bei ergebnisloser Suche zum nächsten Cluster weiter, bis ein Ergebnis vorhanden ist.

Bessere Performance und Bedienung

Laut Streamcast-Chef Steve Griffin, soll der neue Morpheus-Client auch starke Verbesserungen in den Bereichen Performance und Bedienung bieten. So sollen Downloads wesentlich schneller ablaufen als bisher. Dafür wure an anderer Seite gespart; nach ersten Angaben wird der Download des neue Client wesentlich kleiner ausfallen, als bei den Vorgänger-Versionen.

"Fernsteuerung inklusive"

Ein weiteres neues Features wurde unter dem Titel "Fernsteuerung inklusive" vorgestellt. Mittels webbasierter Anwendung wird es möglich sein, über einen PDA oder andere mobile Geräte mit Internet-Anschluss Zugriff auf den Morpheus-Client auf dem eigenen Rechner zu erhalten. So können Downloads auch von unterwegs gesteuert werden.

"Wie kann Morpheus vernichtet werden?"

In einem Interview wagte Griffin auch einen Blick in die weitere Zukunft seines P2P-Clients und prophezeite, dass Gerichte und Branchenvertreter der Musik- und Filmindustrie beim Versuch Morpheus aufzuhalten, scheitern werden. Da Morpheus im Gegensatz zu "Urgestein" Napster über keinerlei zentralen Server verfüge, seien die Chancen den Tauschhandel zu stoppen sehr gering. Auch wenn Streamcast aufgeben müsste, der Client würde weiterbestehen, so Griffin.

Die einzige Möglichkeit

Allerdings fiel dem Streamcast-Chef dann doch noch eine Möglichkeit ein, wie man Morpheus vernichten könnte. Ein - per Gerichtsurteil erzwungenes - Update, das die installierten Clients vernichtet, wäre laut seiner Ansicht die einzige Lösung. Nur würden so keineswegs alle Clients auf einmal zerstört werden können und dank der rasanten Geschwindigkeit der Kommunikation über das Internet würde sich die Meldung über ein zerstörerisches Update schnell verbreiten und dann sicherlich nicht alle 35 Millionen User das Update installieren.(red)