Für 35.000 Mädchen sollen in den kommenden Monaten Unterrichtsmöglichkeiten geschaffen werden.

Kabul - Die afghanische Regierung fördert mit ausländischer Hilfe die Ausbildung von Frauen und Mädchen. In 40 Zentren im ganzen Land sollen Frauen Unterricht in Lesen und Schreiben und für berufliche Tätigkeiten erhalten. Für 35.000 Mädchen werden außerdem 33 Schulen gebaut oder repariert. Das teilte UNO-Sprecher Manoel de Almeida e Silva mit.

Die Internationale Organisation für Migration unterstützt das Programm des Frauenministeriums, das 2,5 Millionen Dollar (2,38 Mrd. Euro) kosten soll. Unter den Taliban, die Ende 2001 gestürzt wurden, durften Mädchen nicht zur Schule gehen und Frauen nicht außerhalb des Hauses arbeiten.

Schulpolitik im Westen Afghanistans bringt Mädchen Nachteile

Ein Problem zeichnet sich im Westen Afghanistans ab: Der Gouverneur der Provinz Herat, Ismail Khan, hatte Anfang Jänner verboten, dass Mädchen von Männern unterrichtet werden dürfen. Das wird vor allem Mädchen auf dem Land Nachteile bringen. In den ländlichen Regionen sei die Zahl der Lehrerinnen kleiner, so de Almeida e Silva. Außerdem fehle es an Frauen, die spezielle Fächer wie Englisch oder Computeranwendungen unterrichten könnten. (APA)