Peshawar - Eine Moslemmiliz hat sich zu über 30 Anschlägen auf US-Soldaten in Afghanistan bekannt. Das berichtete die in Pakistan ansässige afghanische Nachrichtenagentur AIP am Donnerstag. Unter anderem hatte die Täter im vergangenen Dezember in Kabul Handgranaten auf einen amerikanischen Jeep geworfen und zwei Soldaten verletzt. In einem Flugblatt, das in der pakistanischen Grenzstadt Peshawar verteilt wurde, bekannte sich eine "Geheime Armee moslemischer Mujaheddin" zu diesem Attentat und 30 anderen Anschlägen gegen die US-Armee in Afghanistan.

Die US-Truppen seien nicht in Afghanistan, um der Bevölkerung zu helfen, sondern brächten Unglauben, Unmoral, Musik, Tanz, Alkohol und Glücksspiel, hieß es in dem Flugblatt weiter. In den vergangenen Monaten waren regelmäßig US-Stützpunkte vor allem im Osten Afghanistans von Unbekannten mit Raketen angegriffen worden. In Peshawar tauchten in den vergangenen Wochen mehrfach Flugblätter auf, in denen die US-Präsenz in Afghanistan und die Zusammenarbeit von Afghanen mit den USA verurteilt wurde. (APA/dpa)