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Grasser sorgt für gute Laune: So viel Freude hatte FPÖ-Chef Herbert Haupt schon lange nicht mehr.

foto: apa/schlager

Wien - Erstmals seit langem hat Finanzminister Karl-Heinz Grasser seinen früheren Parteikollegen wieder eine Freude gemacht. Seine heutige Darstellung eines gesamtstaatlichen Defizits von ein Prozent bedeutet für FP-Chef Herbert Haupt nämlich eine nachträgliche Rehabilitierung für die Freiheitlichen. Bei einem Pressestatement am Rande der FP-Klubklausur hielt er fest, das um 0,3 Prozentpunkte gegenüber den Prognosen verbesserte Ergebnis belege, dass die von seiner Partei im Vorjahr geforderte Steuerentlastung möglich gewesen wäre.

Die Frage der Steuerreform war ja einer der Auslöser des FP-internen Konflikts gewesen, der in den Rücktritt der Parteiführung und letztlich in Neuwahlen gemündet hatte. Aus Sicht Haupt wäre das alles nicht nötig gewesen, hätte man seinen Zahlen getraut. Denn die geplante Steuerfreistellung von Einkommen bis zu 14.000 Euro hätte nur Kosten von 0,31 Prozent gebracht. Das heiße, man wäre mit der Entlastung jetzt bei der ursprünglich von Grasser genannten Zahl gelegen. Die Schlussfolgerung Haupts: "Wir haben zwar die Wahl verloren, aber in der Sache recht". (APA)