Wien - Ein Autounfall im Ausland kann jahrelange juristische Streitigkeiten nach sich ziehen. Dazu kommen sprachliche Schwierigkeiten, die Unklarheit der Rechtslage und hohe Kosten. Die vierte Kraftfahrzeughaftpflicht-Richtlinie der EU, soll die Prozedur vereinfachen. "Nun kann jeder Geschädigte seine Schadenersatzansprüche im Heimatland geltend machen", so die Club-Juristin Ursula Zelenka.

Gültigkeit

Vertragsstaaten des Abkommens sind die 15 EU-Staaten, alle Länder, die dem EWR angehören, und die Schweiz. Auch Unfälle in den "Grüne-Karte-Ländern" sind laut Touringclub inkludiert.

Fristen

Die Versicherer müssen in jedem Vertragsstaat einen Schadenregulierungsbeauftragten bestellen, hieß es. Innerhalb von drei Monaten muss eine Ersatzleistung angeboten werden. Will die Versicherung die Forderung nicht anerkennen, hat sie dem Geschädigten dies binnen drei Monaten schriftlich zu begründen. Werden die Fristen versäumt besteht Anspruch auf Verzugszinsen.

Als Entschädigungsstelle um Leistungen der Assekuranzen auszugleichen fungiert in Österreich der Versicherungsverband, der ab 20. Jänner auch ein neues Service bietet. Via Internet können die Versicherungsdaten des Gegners abgefragt werden. (APA)