Bild nicht mehr verfügbar.

Bild: Karl-Heinz Grasser, Gertrude Tumpel-Gugerell im Hintergrund, beim Kandidatur-Getüftel für die EZB im Vordergrund.
Foto: Reuters/Prammer

Wien - Für die Nominierung einer österreichischen Kandidatin im Direktorium der Europäischen Zentralbank (EZB) sprach sich Finanzminister Karl-Heinz Grasser am Donnerstag auf einer Pressekonferenz aus. Die Aussichten wären gut, sagte Grasser am Donnerstag, ohne Namen zu nennen.

Es geht um die Nachfolge der Finnin Sirkka Hämäläinen in der EZB, die im Mai 2003 ihre Funktion zurücklegen wird.

Es zeichne sich ab, dass auch Belgien und Irland Kandidatinnen nominieren würden, da wahrscheinlich sei, dass der Posten mit einer Frau nachbesetzt werde, sagte Grasser.

Im Gespräch dafür ist aus Österreich schon seit längerem die Vizegouverneurin der Oesterreichischen Nationalbank (OeNB), Gertrude Tumpel-Gugerell. Vor rund einem Jahr hatte auch Grasser selbst angekündigt, zu versuchen, im kommenden Jahr Tumpel-Gugerell zu bewegen, in das Direktorium der EZB einzutreten.

Ob der französische Notenbankchef Jean-Claude Trichet die Nachfolge von EZB-Präsident Wim Duisenberg antreten könne, hänge davon ab, wann klar sei, dass Trichet keine strafrechtlichen Akte gesetzt habe, meinte Grasser heute. Trichet muss sich im Zusammenhang mit einem aus früheren Jahren stammenden Bankenskandal seit heurigem Jänner vor einem Gericht in Frankreich verantworten. (APA)