Wien - Das Liberale Forum ist zwar nach dem klar verfehlten Wiedereinzug ins Parlament in die politische Bedeutungslosigkeit versunken. Eine Auflösung ist für Parteichef Alexander Zach aber zehn Jahre nach der Gründung trotzdem "nicht realistisch". "Ich strebe das nicht an", stellte Zach am Donnerstag zu einem "Format"-Bericht, laut dem über eine Auflösung nachgedacht werde, gegenüber der APA klar.

Das wäre nur dann eine Möglichkeit, "wenn es keine Perspektiven für die Zukunft gäbe", sagte Zach. Ein Antreten bei der EU-Wahl 2004 sei aber eine Option. Außerdem komme eine Auflösung nicht in Frage, solange es noch liberale Gemeinderäte gibt. Derzeit sind die Liberalen noch in den Gemeinderäten von Salzburg, Linz, Graz, Steyr und Wels sowie in mehreren kleinen Gemeinden vertreten. Bei der Gemeinderatswahl in Graz am 26. Jänner treten sie wieder an.

Für Anfang März ist ein Bundesforum geplant. Bei diesem Parteitag wird über die Zukunft der Partei zu reden sein. Eine Debatte über eine Auflösung werde es dabei aber nicht geben, zeigte sich Zach überzeugt. Dafür müsste das Thema auf die Tagesordnung kommen, und das werde nicht der Fall sein.

In der jüngsten Ausgabe des "Format" wird Zach mit den Worten zitiert: "Der jüngste Nationalratswahlkampf hatte vor allem einen Effekt: Wir wurden von Idealisten zu Realisten. Und als Realist muss man sagen: Auf dem Parteitag reicht die Palette von 'Wir machen weiter' bis 'Wir lösen die Partei formal auf'." (APA)