Wien - Das Haus der Musik in Wien, im Vorjahr mit dem Österreichischen Museumspreis ausgezeichnet, hat eine neue Leitung. Der Initiator des im Juni 2000 eröffneten Hauses, Stefan Seigner, übergab mit Jänner 2003 seine Leitungsfunktion an den Tourismus- und Marketingexperten Simon Posch (36). "Ich habe meine Arbeit getan", so Seigner Donnerstag, bei der Präsentation seines Nachfolgers. "Mit 69 Jahren ist es nun Zeit, etwas Neues zu beginnen". Einer der Schwerpunkte, die Posch in Zukunft setzen will, ist die vermehrte touristische Vermarktung des Hauses.

"Vieräugiges" Verlassen des Hauses

Seigner verlasse das Haus "mit zwei feuchten und zwei lachenden Augen, also vieräugig". Er werde sich neuen Projekten zuwenden, Posch jedoch mit "Tipps und Ezzes" weiterhin beraten. Im Vorjahr wurde ein ausgeglichenes operatives Betriebsergebnis erzielt, so Posch, der dennoch "das wirtschaftliche Ergebnis optimieren" und dafür mehr Einnahmen erzielen sowie Einsparungen vornehmen will.

Touristische Pakete schnüren

Es sollen, in Zusammenarbeit mit der Gastronomie des Hauses, vermehrt "touristische Pakete" geschnürt werden. Für den innerösterreichischen Markt sollen "Zielgruppenspecials" (für u. a. Familien, Senioren und Musikvereine) erstellt werden. Viele Touristen geben als Grund für ihren Wienbesuch das "Entdecken der Musik in der Welthauptstadt der Musik" an. Dieser Aufgabe wolle sich das Haus der Musik stellen. (APA)