Wer sich in New Yorks Kinos, Theatern oder Museen durch das Klingeln von Handys gestört fühlt, soll lieber vernehmlich "Psst!" zischen anstatt gleich nach der Polizei zu rufen. Mit dieser Bemerkung schmetterte Bürgermeister Michael Bloomberg einen Gesetzesentwurf ab, das den Handy-Gebrauch bei Kulturveranstaltungen unter Strafe gestellt hätte.

Nur durch die Nutzung seines Vetorechtes zu Fall gebracht

Bloomberg habe die Vorlage nur durch die Nutzung seines Vetorechtes zu Fall bringen können, hieß es am Mittwoch in New Yorker Medienberichten. Die große Mehrheit der Abgeordneten habe dem Entwurf zugestimmt, der für Handy-Gespräche am falschen Ort Geldstrafen von umgerechnet 50 Euro vorsah. Solange es nicht um Gefahren für die Gesundheit gehe, wie zum Beispiel beim Rauchen in Gaststätten, müssten in New York "nicht alle Verhaltensstandards durch Gesetze geregelt werden", erklärte der konservative Bürgermeister.(APA)