Der an der Zürcher Börse notierte Salzburger Handy-Dienstleister EMTS wird der Mozartstadt den Rücken kehren. Der Hauptsitz der Gesellschaft wird voraussichtlich noch heuer im ersten Halbjahr von Elsbethen nach Brunn am Gebirge (Niederösterreich) verlegt, wie Unternehmenssprecherin Karin Keglevich im Gespräch mit der APA bestätigte. Als Hauptgrund für die Abwanderung nennt sie die schlechten Flugverbindungen von Salzburg.

Das tägliche Fliegen

Das Management sitze fast täglich im Flugzeug. Da es aber von Salzburg aus sehr wenige Direktverbindungen gebe, gingen oft halbe Tage nur mit dem Warten auf Anschlüsse verloren. Freilich seien Direktflüge auch billiger, so Keglevich. Die schlechten Flugverbindungen könne man Salzburg natürlich nicht vorwerfen, "Salzburg ist halt keine Millionenstadt". Zudem hätten nach den letzten Personalentscheidungen praktisch alle Manager ihren Lebensmittelpunkt im Raum Wien, und der Firmengründer, der als Salzburger das Unternehmen hier aufgebaut habe, sei nicht mehr im Betrieb.

Insgesamt seien in Salzburg nur etwa zehn Mitarbeiter beschäftigt. Einige würden sogar nach Brunn mitgehen, so Keglevich. Die Entscheidung für die Verlegung des Unternehmenssitzes soll am 5. Februar bei einer außerordentlichen Hauptversammlung der Aktionäre abgesegnet werden.(APA)