Die kalifornische Elektronikfirma SonicBlue erregt mit einem neuen Produkt erneut den Unmut Hollywoods. Der DVD-Player Go Video D2730 stellt per Internet eine Verbindung zwischen Computer und Fernseher her. Dadurch ermöglicht er seinen Besitzern Inhalte wie Bilder, Musik und Videos direkt auf den TV-Bildschirm zu bringen. SonicBlue hofft damit vor allem bei jenen zu punkten, die ihre Freizeit- und Unterhaltungsinhalte am Computer im Wohnzimmer genießen wollen. Bei der Filmindustrie ist die Demonstration des digitalen Wunderdings bei der Consumer Electronics Show in Las Vegas laut BBC weniger gut angekommen. Hollywood befürchtet, durch das Gerät werde die digitale Copyright-Piraterie gefördert.

Keine geeigneten Schnittstellen zur Unterhaltungselektronik

Zahlreiche Freizeit-Inhalte wie Musik und Videos seien heute auf den Festplatten von Computern gefangen, weil es keine geeigneten Schnittstellen zur Unterhaltungselektronik gibt, erläutert Ed Brachocki von SonicBlue die Intention des Gerätes. Mit Hilfe eines Ethernet-Adapters (oder einer optionalen Wireless-Lösung) auf der Rückseite des Gerätes werde der Link zum Computer hergestellt. Die Handhabung mittels Fernbedienung sei einfach und benutzerfreundlich. Die Bedenken der Filmindustrie, mit der SonicBlue bereits wegen dem digitalen Videorekorder ReplayTV im Clinch liegt, zerstreut das Unternehmen laut BBC. Streaming von Audio- oder Video-Files sei alles, was der DVD-Player mache. Das Überspielen einer DVD auf den Computer sei nicht möglich.

Windows

Der DVD-Player benötigt als Partner einen Computer mit Windows als Betriebssystem. Mac- und Linux User sehen also wiedereinmal durch die Finger. In den Handel soll das Gerät spätestens im April für 250 Dollar kommen. Der Trend zur Vernetzung des Computers mit anderen elektronischen Geräten ist nicht neu. DVD-Player boomen. Darüber hinaus entwickeln sie sich zum bestverkauften Produkt der Unterhaltungselektronik. Es ist also nur logisch sie mit dem Computer zu vernetzen. (pte)