Wien - Einen einsamen Tod ist ein 62 Jahre alter Mann in einer völlig verwahrlosten Wohnung in Wien-Ottakring gestorben. Erst als man sich beim Sozialamt, wo der Mann betreut wurde, Sorgen um ihn machte, wurde sein Ableben bekannt.

Wie lange die Leiche unentdeckt in der Wohnung in der Koppstraße lag, war zunächst noch unklar, ebenso die Todesursache. Nachbarn hatten den Mann, der Polizeiangaben zufolge an Herzproblemen litt, laut Feuerwehr das letzte Mal einen Tag vor Weihnachten gesehen. Weil die MA 12 nichts mehr von ihm gehört hatte, wurde heute, Donnerstag, Nachschau gehalten.

Feuerwehr und Sicherheitswache bot sich ein erschütterndes Bild: Die Eingangstür ließ sich nur einen Spalt weit öffnen und die Einsatzkräfte konnten nicht weiter, weil im Vorzimmer Hausrat und Textilien "bis in Augenhöhe" gelagert waren, hieß es. Die Helfer räumten mit Einwegoveralls und Atemschutz ausgerüstet rund fünf Kubikmeter Unrat aus der Wohnung, ehe sie sich bis zu dem Verstorbenen im Wohnzimmer vorgearbeitet hatten. Die fünf eingesetzten Feuerwehrleute mussten hinterher zur Desinfektion.

Ein Rettungsarzt stellte den Tod des 62-Jährigen fest, die Ursache muss durch eine Obduktion geklärt werden. Der Mann war Sozialhilfebezieher und allein stehend. (APA)