Wien - Auf BürgerInnenkonferenzen haben nicht Experten das Sagen, sondern Laien. So auch auf der zum Thema "Genetische Daten", veranstaltet vom Rat für Forschung und Technologieentwicklung und der Initiative dialog gentechnik.

Zwölf Österreicherinnen und Österreicher sollen nach Informations- und Diskussionsphasen bis Juni ein Positionspapier erarbeiten. Die Veranstalter wollen die Bürgerbeteiligung forcieren, aber auch auf die Problematik des Schutzes genetischer Daten aufmerksam machen: "In manchen Fällen wurden Versicherungen verweigert, da genetische Tests durchgeführt worden waren", sagt Karl Kuchler von dialog gentechnik.

Mit dem Modell der BürgerInnenkonferenzen orientiert man sich an internationalen Vorbildern. In Dänemark wurden bisher 22 solcher Konferenzen durchgeführt - und von der Politik ernst genommen. Hierzulande werden jetzt Unterstützungserklärungen von Politikern gesammelt. Und interessierte Laien. (wpl, DER STANDARD Printausgabe 17.1.2003)