Sydney - Fischereiexperten befürchten am australischen Great Barrier Reef eine Invasion aggressiver Fleisch fressender Fische. In einer Bucht im nahe gelegenen Cairns seien erstmals Jungtiere einer bestimmten Drückerfisch-Art gefangen worden, erklärte Lyle Squire von der Fischereigesellschaft Ecofish am Donnerstag.

Ausgewachsene Exemplare dieser Art können bis zu sieben Kilo Gewicht erreichen und jagen ihre Beute ähnlich wie Piranhas in großen Schwärmen. Vier der gefangenen Jungfische würden derzeit beobachtet, "und sie sind derart aggressiv - sie sind total blutrünstig", staunte Squire.

Taucher angefallen

Tiere einer weniger gefährlichen Drückerfisch-Art hatten in der vergangenen Woche am Great Barrier Reef Taucher angefallen und einem von ihnen eine große Wunde zugefügt. Die Exemplare der jetzt gefangenen Art seien noch wesentlich aggressiver, betonte der Experte: "Es ist, als ob man eine Katze mit einem Bengalischen Tiger vergleicht", betonte Squire.

Die Fische jagten in großen Schwärmen: "Da kommt nicht nur einer und nimmt einmal einen Bissen, der ganze Schwarm stürzt los - und dann haben Sie wirklich ein Problem." Fischerei-Experten befürchten, dass die ausgewachsenen Drückerfische aus der Bucht bei Cairns sich später am zum Weltnaturerbe zählenden Great Barrier Reef ausbreiten könnten. (APA)