Bild nicht mehr verfügbar.

Vitus Bering

Foto: Archiv

Moskau - Russische Archäologen haben nach eigenen Angaben Spuren der Großen Nordischen Expedition des dänischen Entdeckers Vitus Bering entdeckt. Die Hinweise auf die Reise im 18. Jahrhundert seien bei Ausgrabungsarbeiten im Norden Sibiriens gefunden worden, teilten die Archäologen am Donnerstag in Moskau mit.

Die Forscher seien auf die Gräber von zwei Teammitgliedern der Bering-Expedition gestoßen und hätten Masken der Schädel angefertigt. Zudem seien "Gegenstände von außerordentlichem Wert" entdeckt worden, die den Bewohnern der Region im 17. Jahrhundert zugeordnet würden.

Die Kolonie nördlich des zentralsibirischen Jakuzk war von den ersten Expeditionsteilnehmern in die Region und russischen Seefahrern bevölkert worden. Die Große Nordische Expedition von 1733 bis 1743 war bereits die zweite Erkundungsreise Berings, der die Ausmaße des russischen Reiches kartografierte und nach seinem Tod der "Kolumbus Russlands" genannt wurde. Nach Bering ist auch die Meerenge zwischen Asien und Nordamerika benannt. (APA)