Wien - Die Parteikasse der Bundes-FPÖ ist leer - das Minus beträgt derzeit 3,5 Mio. Euro, berichtete Donnerstag Abend die "ZiB 2". Partei-Vize Thomas Prinzhorn sieht dennoch keinen Grund zur Sorge: schließlich gebe es auch die Länderorganisationen. Diese sollten also der Bundespartei zu Hilfe kommen. Parteichef Herbert Haupt betonte gegenüber dem ORF-Fernsehen jedoch, die Finanzsituation bedeute "für jeden mehr Arbeit".

In die Pflicht genommen sind damit vor allem die derzeitigen 18 freiheitlichen Nationalrats-Abgeordneten. Einer von ihnen ist Sepp Bucher - und er signalisiert, man werde sich entsprechend bemühen. Er sei Unternehmer, so Bucher, und als Unternehmer entwickle man vor allem dann Kräfte, wenn es dem Unternehmen nicht so gut gehe.

Teure Plakate + Schlappe = Schulden

Die schwierige Finanzsituation der FPÖ hat mehrere Ursachen: zuerst teure Plakatkampagnen für die FPÖ-Regierungsmitglieder, dann Einstieg in den Wahlkampf. Als bereits überall Sujets mit Spitzenkandidat Mathias Reichhold affichiert waren, löste ihn Herbert Haupt in dieser Rolle ab. Rasch mußten die Plakate ausgetauscht werden. Und schließlich kam es zur Wahlschlappe, womit die Rückerstattung der Wahlkampfkosten durch den Staat wesentlich geringer ausfiel als in nach Wahlen in den vergangenen Jahren.

Prinzhorn-Sache

Keine Sorge hat Parteichef Herbert Haupt (zumindest öffentlich), was die angeschlagenen Finanzen der Partei angeht. Diese Angelegenheit liege in den kompetenten Händen von Wirtschaftstreuhändern. Er und Parteivize Thomas Prinzhorn hätten sich der Sache angenommen und es gebe Verhandlungen, die sehr gut liefen.

(APA)