Bild nicht mehr verfügbar.

Uribe hatte mit US-Präsident Bush bereits vor seinem Amtsantritt ein gemeinsames Vorgehen im Kampf gegen Drogen und Gewalt vereinbart. Washington unterstützt Bogota seit drei Jahren mit Milliardenbeträgen bei der Zerstörung von Kokafeldern. Kolumbien ist weltweit der größte Produzent von Kokain. Größter Absatzmarkt sind wiederum die USA.

Foto: APA/ AFPI/ Luis ACOSTA

Wien/Bogota - Einen Aufmarsch der US-Streitkräfte wie derzeit um den Irak hat der kolumbianische Präsident Alvaro Uribe in seinem Land verlangt. Der in Kolumbien herrschende Konflikt zwischen der Staatsmacht einerseits und der Guerilla sowie der Drogenmafia andererseits sei "schlimmer" als der mit dem Irak, erklärte Uribe nach Angaben der spanischen Zeitung El Pais . Uribe, der sich zur Amtseinführung des neuen ecuadorianischen Präsidenten Lucio Gutierrez in Quito aufhielt, warnte davor, dass "Terror und Drogenhandel" eine große Gefahr für das Amazonas-Gebiet darstellten. Der in Kolumbien herrschende Konflikt habe eine "makabre Dimension", ihm müsse mit aller Kraft entgegengesteuert werden.

Die demokratischen Nationen hätten sich entschlossen, sich der Bedrohung durch das irakische Regime entgegen zu stellen und wollten eine 250.000 Mann starke Streitmacht an den Golf entsenden. "Warum denkt man nicht an einen ebenso großen Truppenaufmarsch zur endgültigen Beseitigung dieses Problems, das potenziell so schwerwiegende Konsequenzen hat?", fragte der kolumbianische Staatschef. Nach Meinung Uribes könnten die USA mit einer Streitmacht wie derzeit am Golf den Atlantik und Pazifik wirksam kontrollieren und dazu beitragen, den Waffenhandel, das Einschleusen von Verbrechern, den Schmuggel chemischer Stoffe und die Geldwäsche zu stoppen. (APA)