Moskau - Die UNO-Waffeninspektoren im Irak sollen nach dem Willen des russischen Vizeaußenministers Alexander Saltanow "so viel Zeit wie nötig" für ihre Kontrollmission bekommen. Diese bräuchten sie, um Fragen zu klären und Zweifel zu zerstreuen, sagte Saltanow am Donnerstagabend nach seiner Rückkehr aus Bagdad der russischen Nachrichtenagentur ITAR-TASS. Es sei sehr wichtig, den 27. Jänner nicht als Frist anzusehen, nach der eine Beilegung der Irak-Krise ausgeschlossen sei.

An dem Tag müssen die Inspektoren dem UNO-Sicherheitsrat einen Bericht vorlegen. Saltanow hatte am Mittwoch Gespräche mit dem irakischen Außenminister Naji Sabri geführt. Russland pflegt traditionell enge Beziehungen zum Irak.

Auch Russlands Außenminister Igor Iwanow hatte gefordert, den UNO-Waffeninspektoren mehr Zeit zu geben. Es sei die Aufgabe der Staatengemeinschaft, den Inspektoren zu vertrauen und sie zu unterstützen. Iwanow zeigte sich besorgt darüber, dass von "bestimmten Kreisen in Washington" Druck auf die Inspektoren ausgeübt werde. Der Chef der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEO), Mohamed ElBaradei, forderte laut der Nachrichtenagentur Interfax eine Verlängerung der Mission der Kontrolleure "um mindestens einige Monate". (APA)