New York/Caracas - Venezuela hat sich um die Hilfe der Vereinten Nationen in der politischen und wirtschaftlichen Krise bemüht, in die das Land durch den seit fast sieben Wochen andauernden Generalstreik gestürzt ist.

Venezuelas Präsident Hugo Chavez traf am Donnerstag in New York mit UNO-Generalsekretär Kofi Annan zusammen. Annan sagte, Ziel des Treffens sei es, die Vermittlungsbemühungen zu verstärken, um einen Rückkehr zur Normalität zu erreichen. Chavez begrüßte die Bildung der aus sechs Staaten bestehenden "Gruppe der Freunde". Sie könne Venezuela helfen.

Chavez' Gegner aus Mittel- und Oberschicht haben die Ölindustrie des Landes mit dem Generalstreik fast vollständig lahm gelegt. Sie wollen Chavez' Rücktritt erreichen und werfen ihm vor, das Land mit am kommunistischen Kuba orientierten Reformen in den Ruin zu treiben.

Die "Gruppe der Freunde" geht auf eine Idee des neuen brasilianischen Präsidenten Luiz Inacio "Lula" da Silva zurück. Neben Brasilien sollen ihr Mexico, Chile, Spanien, Portugal und die USA angehören. Die Gruppe will Vermittlungsbemühungen der Organisation Amerikanischer Staaten (OAS) unterstützen. Nach Angaben Chavez' wird daran auch ein persönlicher Gesandter Annans teilnehmen. (APA/Reuters)