Bagdad - Der Irak hat im Golfkrieg 1991 einen erheblichen Teil seiner militärischen Schlagkraft eingebüßt und seitdem zumindest bei konventionellen Waffen den alten Rüstungsstand nicht wieder erreicht. Nach unterschiedlichen Angaben verfügt der Irak über folgendes Militärpotenzial:

Landstreitkräfte: - Aktive Soldaten: zwischen 350.000 und 424.000 Mann. Die Soldaten der 17 regulären Armee-Divisionen gelten als schlecht ausgebildet und wenig motiviert. Stärker wird die Kampfkraft der besser ausgerüsteten Divisionen der "Republikanischen Garde" eingeschätzt, Saddam Husseins Elitetruppe mit mindestens 26.000 Mann. Verschiedene paramilitärische Einheiten sollen insgesamt über weitere 50.000 Mann verfügen. - Reservisten: 650.000 Mann Bewaffnung: - Rund 2.000 Panzer und mindestens 3.600 gepanzerte Fahrzeuge - Rund.1 500 Flugabwehrraketen verschiedener Typen - Rund 300 Boden-Boden-Raketen unterschiedlicher Bauart, darunter bis zu 40 Scud-Raketen mit einer Reichweite von mindestens 650 Kilometern. Die CIA vermutet, dass der Irak nur zwischen 12 und 24 Scud-Raketen besitzt. - 3250 Geschütze

Luftwaffe: - mindestens 20.000 Mann - 316 Kampfflugzeuge; mindestens ein Drittel der Maschinen gilt als nicht einsatzbereit. Die Piloten sind schlecht ausgebildet und verfügen über sehr geringe Flugerfahrung. - mindestens 100 Hubschrauber Marine: - 2.000 Mann, etwa 21 kleine Schiffseinheiten. ABC-Waffen: - Der Irak besitzt nach Feststellungen der Internationalen Atomenergie-Organisation (IAE0) zwar keine Atomwaffen, könnte aber über chemische und biologische Kampfstoffe verfügen. (APA/dpa)