Salzburg - Ein Eifersuchtsdrama dürfte ausschlaggebend dafür gewesen sein, dass in der Gemeinde Grödig im Salzburger Flachgau ein 35-jähriger Berufsdetektiv in der Nacht auf Freitag, seine 22-jährige Ex-Lebensgefährtin sowie deren 51-jährige Mutter erschossen und sich anschließend vermutlich selbst gerichtet hat, teilte Major Reinhard Sperl von der Gendarmerie mit.

Die kriminaltechnischen Ermittlungen waren am Nachmittag noch voll im Gange.

Nachbarn hörten Streit aber keine Schüsse

Kurz nach Mitternacht war es in der Wohnung der Kellnerin zu einem Streit zwischen ihr, dem 35-jährigen Ex-Lebensgefährten sowie dem 23-jährigen neuen Freund gekommen. Zur Schlichtung der Querelen wurde die Mutter der Kellnerin beigezogen. Da die Auseinanderssetzung vorerst beigelegt schien, fuhr der 23-Jährige nach Hause. Nachbarn berichteten, dass sie den Streit zwar gehört haben, aber Schüsse hätten sie nicht wahrgenommen, so Sperl.

Freund fand die Leichen

Der neue Freund der Kellnerin kam am Freitag, gegen 8.00 Uhr zurück und fand die beiden Frauen sowie den Ex-Lebensgefährten tot auf. Die 22-Jährige, die blutüberströmt in der Küche lag, sowie ihre Mutter (drei Meter von ihr entfernt im offenen Wohnzimmer) wiesen mehrere Schussverletzungen auf. Der Berufsdetektiv befand sich tot zwischen beiden Frauen - er hatte einen Kopfschuss.

Tatwaffe

Gefunden wurde auch die vermutliche Tatwaffe - eine Glock 19. Der 35-Jährige war im Besitz eines gültigen Waffenpasses. Gefunden wurde ein leeres sowie ein angestecktes Magazin mit einer Patrone im Lauf. (APA)