Paris - Die Behauptung, Buben bereiteten bei der Geburt größere Schwierigkeiten als Mädchen, hat jetzt wissenschaftliche Bestätigung gefunden: Wie das am Samstag erscheindende Magazin "British Medical Journal" berichtete, fanden MedizinerInnen an einer Geburtsklinik im irischen Dublin dies bei einer Auswertung von mehr als 8.000 Erstgeburten heraus.

Kaiserschnitt bei Buben häufiger

Frauen, die mit Buben schwanger waren, verordneten die ÄrztInnen demnach häufiger das Wehen hervorrufende Hormon Oxytocin, halfen mit einer Geburtszange und anderen Geräten nach oder holten die Babys per Kaiserschnitt aus dem Mutterleib. 76,5 Prozent der Mädchen und 71,2 Prozent der Buben kamen ohne Komplikationen zur Welt. Ein Kaiserschnitt war bei 6,1 Prozent der Buben, aber nur bei 4,2 Prozent der Mädchen nötig.

Tatsächliche Ursache nicht geklärt

Die Ursache für diese Ungleichheit fanden die WissenschafterInnen nicht heraus. Zwar hätten Buben einen größeren Kopf als Mädchen und machten die Entbindung daher langwieriger, schrieben die AutorInnen. Aber dies sei keine ausreichende Erklärung. Die Studie wurde im Zeitraum von 1997 bis 2000 anhand der Geburten von 4.070 Buben und 4.005 Mädchen gemacht. (APA/AFP)