Sydney - Australische Forscher haben erstmals Stammzellen zur Bekämpfung von Multipler Sklerose eingesetzt. Medizinern am St. Vincent-Krankenhaus in Sydney gelang es, durch die Krankheit geschädigte Hirnzellen durch Stammzellen zu ersetzen, wie der Neurologe Bruce Brew am Dienstag mitteilte.

Zunächst sei diese Methode an Mäusen erfolgreich getestet worden. Bis Patienten davon profitieren können, werde es zwar noch Jahre dauern. Dann aber könne das Verfahren bei einer Reihe von Gehirnerkrankungen vielversprechend angewandt werden, sagte Brew weiter.

Stammzellen aus Knochenmark

Für ihr Experiment gewannen die Forscher die Stammzellen aus dem Knochenmark von Mäusen und Menschen und pflanzten sie in die erkrankten Mäusehirne ein. "Es gibt keine Garantie, dass die von der Krankheit verursachten Defekte vollständig verschwinden", betonte der Mediziner. Jedoch bestünden gute Chancen, dass die Bewegungsfähigkeit der Patienten zumindest teilweise wieder hergestellt werden könne.

Multiple Sklerose ist eine meist tödlich endende Erkrankung des zentralen Nervensystems. Die Krankheit verläuft gewöhnlich in Schüben. Die häufigsten Symptome sind Sehbehinderungen sowie Schwäche in Armen und Beinen. (APA/AFP)