Der deutsche Bundeskanzler Gerhard Schröder hat eine Einstweilige Verfügung gegen das britische Boulevardblatt "Mail on Sunday" durchgesetzt. Die Pressekammer des Hamburger Landgerichts untersagte dessen Verlag Behauptungen zu einer angeblichen "Liebesaffäre" des Kanzlers, wie das Gericht am Freitag bestätigte. Nach Angaben eines Gerichtssprechers darf das Blatt seine Behauptungen nicht weiter verbreiten. Bei Zuwiderhandlung droht dem Verlag ein Ordnungsgeld von bis zu 250.000 Euro.

Spekulationen über Ehekrise

"Mail on Sunday" hatte Anfang Jänner über eine angebliche Affäre Schröders mit einer TV-Moderatorin berichtet. Mehrere deutsche Zeitungen hatten anschließend Auszüge aus dem Artikel gedruckt. Der deutsche Regierungschef hatte bereits im Dezember Einstweilige Verfügungen gegen die "Märkische Oderzeitung" aus Frankfurt an der Oder und die "Südwest-Presse" aus Ulm erreicht, die über eine Ehekrise spekuliert hatten. Die Blätter legten Widerspruch ein. (APA/AP)