Athen - Der jüngste französisch-deutsche Vorstoß für eine starke EU-Doppelspitze ist bei der griechischen EU-Ratspräsidentschaft auf Zustimmung gestoßen. Die neuen Vorschläge des französischen Präsidenten Jacques Chirac und des deutschen Kanzlers Gerhard Schröder zur Reform der Institutionen der Europäischen Union seien von "besonderem Gewicht", erklärte der Sprecher des griechischen Außenministeriums, Panos Beglitis, am Freitag in Athen. Die EU müsse eindeutig mehr Wirksamkeit in der Außen- und Sicherheitspolitik entfalten. Hinsichtlich des Zieles eines "effektiveren und mächtigeren Europa" stimme Griechenland mit Frankreich und Deutschland überein, unterstrich Beglitis.

Bei anderen kleineren EU-Ländern, darunter Österreich, war die deutsch-französische Initiative für einen auf längere Zeit gewählten Präsidenten des Europäischen Rates und einen aufgewerteten Kommissionspräsidenten auf Widerspruch und Ablehnung gestoßen. (APA/ANA)