Wien - In den drohenden Arbeitskonflikt bei der AUA hat sich jetzt auch AUA-Aufsichtsratspräsident Rainer Wieltsch eingeschaltet. Wieltsch ist Vorstand beim größten AUA-Eigentümer, der staatlichen Beteiligungsholding ÖIAG, die 39,7 Prozent an der Fluggesellschaft hält. Die Abschaffung des "Blockierparagraphen C-33", an dem sich der aktuelle Konflikt zwischen Bordpersonal und Management entzündet hat, sei eine Voraussetzung für das weitere Wachstum der Airline, sagte Wieltsch-Sprecherin Viktoria Kickinger am Freitag zur APA.

Zugleich möchte Wieltsch aber verhindern, "dass unüberbrückbare Gräben aufgerissen werden". Für einen angedrohten Streik sei "bei niemandem Verständnis vorhanden", sagte Kickinger. Schließlich solle in bestehende Arbeitsverträge nicht eingegriffen werden, sondern nur neue AUA-Piloten weniger Gehalt bekommen als bisher. Die neuen Gehälter sollten frühestens in zwei Jahren in Kraft treten.

Im Vordergrund müsse die Absicherung des Wirtschaftsstandorts Österreich stehen, wofür eine gesunde AUA eine wesentliche Rolle spiele, unterstreicht die Wieltsch-Sprecherin. Auch die ÖGB-Spitze sollte moderierend auf die Piloten einwirken, Wieltsch habe in diesem Sinne an ÖGB-Präsident Fritz Verzetnitsch appelliert.

Der AUA-Vorstand genieße das volle Vertrauen des Aufsichtsrats. Der Vorstand habe wiederholt Verhandlungsgeschick bewiesen. Wieltsch ist überzeugt, dass es auch mit "dem harten Kern" im Personal eine Lösung und eine Exit-Strategie geben werde. Termine seien verschiebbar. Nicht verschiebbar seien aber Buchungen von Kunden. (APA)