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Boswellia

Foto: Archiv

Den Haag - Die letzten Weihrauchwälder am Horn von Afrika sind nach Darstellung des niederländischen Professors Frans Bongers gefährdet. Die in den trockenen Regionen von Eritrea und Äthiopien stehenden Boswellia-Bäume, aus deren Rinde die wohlriechende Masse gewonnen wird, seien sehr alt und würden zu stark genutzt, warnt der Wissenschafter der Universität Wageningen.

Die Bäume treiben nach seinen Angaben wegen Überbeanspruchung weniger Blüten und produzieren weniger und kleinere Samen mit geringerer Keimkraft. Zudem würden viele der Keimlinge vom Vieh gefressen, das in den Gebieten weide. Wenn die Bäume nicht vernünftiger genutzt würden, sei denkbar, dass in 20 bis 50 Jahren kein Weihrauch mehr gewonnen werden könne, betonte er in seiner Antrittsrede als Hochschullehrer für tropische Waldökologie.

Kult ...

Weihrauch wird seit Jahrtausenden vor allem für Kultzwecke verwendet. Die Bibel erwähnt den harzigen Duftstoff als wertvolles Geschenke der Weisen aus dem Morgenland für das Christuskind. In der katholischen Kirche wird Weihrauch heute noch im Gottesdienst gebraucht.

In den vergangenen Jahren ist nach Darstellung von Bongers allein in Äthiopien die geerntete Menge von einst 2.000 Tonnen auf 400 Tonnen zurückgegangen.

Das Horn von Afrika ist das Hauptverbreitungsgebiet des Weihrauchbaumes. Verschiedene Weihrauchbäume wachsen aber auch in Indien und im Süden der arabischen Halbinsel. (APA/dpa)