Wien - Mit größerer Streuung, "öfter und wenig", soll die Wiener Staatsoper laut Direktor Ioan Holender in Zukunft in Ö1 präsent sein. Die durchschnittlich vier Stunden pro Monat, um etwa 30 Minuten mehr als in den vergangenen Jahren, gliedern sich in redaktionell betreute Sendungen und Gesamtaufnahmen. Von Letzteren sollen laut Vereinbarung zwischen ORF und dem Haus am Ring mindestens zehn pro Jahr ausgestrahlt werden, wie bei einer Pressekonferenz heute, Freitag, mitgeteilt wurde.

Das Programm sei laut Holender "neu und trotzdem nicht so neu", jedenfalls aber "besser, als es war." Konkret gibt es eine neue Sendung, die Matinee aus dem Teesalon, vor Publikum moderiert von Christoph Wagner-Trenkwitz. KünstlerInnen des Hauses, ihr Leben und ihre Arbeit sollen dabei am jeweils letzten Mittwoch in den Monaten September bis Juni vorgestellt werden. In "Apropos Oper" - das Nachfolgeformat vom "Opernkonzert" - werden von Robert Werba Aufnahmen aus allen großen Opernhäusern der Welt gespielt, an jedem letzten Mittwoch im Monat allerdings ausschließlich "Staatsoper Aktuell."

Kooperationen und neue Wege

Dritter Schwerpunkt sind die Live-Übertragungen, historische Gesamtaufnahmen und Montagefassungen aus der Wiener Staatsoper. Mindestens zehn pro Jahr sollen es sein. Im Durchschnitt sei die Wiener Staatsoper somit vier Stunden pro Monat in Ö1 vertreten, das sind zwischen 30 und vierzig Minuten mehr als bisher.

Nach Koproduktionen mit dem ORF wie der gemeinsamen Erstellung einer CD-Aufnahme und dem Bereitstellen von Probenausschnitten auf der ORF-Homepage soll als nächster Schritt die Präsentation von Aktuellem aus der Wiener Staatsoper online folgen. (APA)