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Foto: Archiv

Salzburg - Keine Oper, deutlich weniger Musiker und Ensembles aus Salzburg sowie ein Schwerpunkt mit Mozarts späten Werke aus seiner Wiener Zeit. Das sind die auffälligsten Neuheiten im Programm der Internationalen Stiftung Mozarteum für die Mozartwoche 2004.

Die Camerata Salzburg wird im kommenden Jahr nur noch zwei statt wie heuer drei Konzerte spielen, das Mozarteum Orchester ist im Jahr 2004 nur noch für ein Konzert engagiert worden, heuer werden es noch zwei sein. Zudem ist ja schon heuer der Streichquartett-Zyklus mit dem Mozarteum-Quartett gänzlich gestrichen worden. Konzentrieren wird sich das Programm der Mozartwoche 2004 auf Mozarts Werk der späten Wiener Jahre. Im Jahr 2005 sollen die "Jahre der Selbstfindung Mozarts in seinen Salzburger Jahren" im Mittelpunkt stehen, sagte der künstlerische Leiter der Stiftung, Stephan Pauly. Im Mozartjahr 2006 wird Mozarts Frühwerk aus der Zeit seiner Reisen durch halb Europa intensiv beleuchtet werden, so Pauly.

Ohne Geld keine Oper

Oper wird es im Jahr 2004 keine geben, dazu fehle einfach das Geld, sagte Wieland Lafferentz, der Geschäftsführer der Internationalen Stiftung Mozarteum. Wie teuer die heurige Koproduktion mit dem Landestheater von Mozarts "Cosi fan tutte" für die Stiftung sein wird, war bei der Pressekonferenz nicht zu erfahren.

"Wir wissen, eine Mozartwoche ohne Mozartoper ist nicht ideal, wir versuchen in den nächsten Jahren wieder eine Produktion gemeinsam mit dem Landestheater auf die Beine zu stellen", sagte Johannes Honsig-Erlenburg, Vizepräsident der Stiftung. Lafferentz ergänzte, es werde dann vermutlich eine frühe Mozartoper werden - und zwar in Absprache mit den Festspielen, die ja rund um das Mozartjahr 2006 alle szenischen Werke Mozarts auf die Bühne bringen wollen.

Auf der Bühne

Auch die Besetzungsliste der Mozartwoche 2004 liest sich wie das "who is who" der internationalen Mozartinterpretation. Kent Nagano, Nikolaus Harnoncourt, Daniel Barenboim, Roger Norrington, Adam Fischer oder Murray Perahia sind die bekanntesten Orchesterleiter. Unter den Solisten finden sich Namen wie Mischa Maisky, Andras Schiff, Christine Schäfer, Sabine Meyer, Peter Stein (ehemaliger Leiter des Schauspiels bei den Salzburger Festspielen, Anm.), Alfred Brendel, oder Tabea Zimmermann.

Neben den bewährten Ensembles wie den Wiener Philharmonikern, der Camerata Salzburg, der Cappella Andrea Barca und dem Mozarteumorchester gibt es im kommenden Jahr ein "Orchester in Residence". Das Chamber Orchestra of Europe wird gleich vier Konzerte spielen.(APA)