Bild nicht mehr verfügbar.

Gusenbauer über Bildungsministerin Gehrer: "Nicht gerade rasend reformfreudig"

Foto: Reuters/Prammer

Wien - Vor der Aufnahme von Koalitionsverhandlungen zwischen Volkspartei und Sozialdemokraten werde ein Schub von beiden Parteispitzen notwendig sein, sagt SPÖ-Chef Alfred Gusenbauer in der "Kronen Zeitung". Der SPÖ-Chef bewertet die bisherigen Ergebnisse der Arbeitsgruppen zur intensivierten Sondierung zudem unterschiedlich: Wirtschaft - "guter Eindruck", Pensionsreform - "eher gut", Gesundheit - "indifferent", Staatsreform - "leichte Zweifel", Bildung - "indifferent". Für Dienstag sei ein Vier-Augen-Gespräch zwischen Gusenbauer und ÖVP-Chef Wolfgang Schüssel angesetzt, am Mittwoch folgt dann noch eine Plenarrunde.

"Zwischenbilanz positiv"

Eine "positive Zwischenbilanz" über die intensivierten Sondierungen mit der ÖVP zog SPÖ-Chef Alfred Gusenbauer Freitag Abend in der "ZiB". Es sei aber auch klar, dass einige schwierige Fragen zu lösen wären, so der SPÖ-Vorsitzende. Man habe aber "guten Diskussionsfortschritt" erzielt. Auf die Frage, ob die ÖVP die Gespräche ernsthaft führe, meinte Gusenbauer: er befasse sich nicht damit, jemandem von Vorneherein schlechten Willen zu unterstellen.

Er sei durch Negativ-Ereignisse in der Vergangenheit "nicht vorbelastet" und habe daher "einen offenen Zugang", so Gusenbauer.

Gusenbauer bewertete auch die ÖVP-Gesprächspartner. Demnach sei Nationalratspräsident Andreas Khol "professionell", die Tiroler Landesrätin Elisabeth Zanon zur Nedden habe "mit guten Vorschlägen" aufgewartet. Wirtschaftsminister Martin Bartenstein sei zuerst auf die Bremse gestiegen, dann aber "sehr kooperativ" gewesen. Bildungsministerin Elisabeth Gehrer bezeichnete Gusenbauer als "nicht gerade rasend reformfreudig". (APA)