London - Die Behauptung, Buben bereiteten bei der Geburt größere Schwierigkeiten als Mädchen, hat jetzt wissenschaftliche Bestätigung gefunden: Wie das am Samstag erscheinende Fachmagazin British Medical Journal berichtete, fanden Mediziner an einer Geburtsklinik im irischen Dublin dies bei einer Auswertung von mehr als 8000 Erstgeburten heraus.

Frauen, die mit Buben schwanger waren, verordneten die Ärzte demnach häufiger das Wehen hervorrufende Hormon Oxytocin, halfen mit Geburtszange und anderen Geräten nach oder holten die Babys per Kaiserschnitt auf die Welt. 76,5 Prozent der Mädchen und 71,2 Prozent der Buben kamen ohne Komplikationen zur Welt. Ein Kaiserschnitt war bei 6,1 Prozent der Buben, aber nur bei 4,2 Prozent der Mädchen nötig.

Die Ursache für diese Ungleichheit fanden die Wissenschafter nicht heraus - dass Buben einen größeren Kopf hätten als Mädchen, die Entbindung daher langwieriger machten, sei es nicht.(DER STANDARD, Print-Ausgabe, 18. 1. 2003)