Foto: alpineum

Für die Beförderung des Holzes aus den steilen Gebirgswäldern brauchte es in früheren Zeiten "g'standene Mannsbilder". Sie lenkten tonnenschwer beladene Schlitten und so genannte "Riesen", abenteuerlich geschnitzte Holzrutschen. Bis Mitte des 20. Jahrhunderts wurde das Brennmaterial aus dem Stodertal die Steyr abwärts zu den eisenverarbeitenden Betrieben gedriftet. Mit langen "Flötzhaken" sorgten die "Flötzer" dafür, dass sich die lose schwimmenden "Bloche" nicht verkeilten.

Unter dem Titel "Auf dem Holzweg zur Eisenstraße" wird im Alpineum die große wirtschaftliche Bedeutung des Holzes für die Gebirgsbauern der Region vor Augen geführt. Schneeteller und Skier dienten Forstarbeitern, Jägern und Bauern ursprünglich bei der winterlichen Arbeit im Wald. Erst zu Beginn des 20. Jahrhunderts entwickelte sich der Ski vom plumpen "Fassl- taufln" zum wendigen Sportgerät. Die Perfektionierung der Skitechnik kann man hier chronologisch nachvollziehen. Dokumentiert werden Fortschritte in der Klettertechnik, die immer schwierigere Erstbesteigungen ermöglichten. Aufzeichnungen von Erstbezwingungen höchster Gipfel stehen der Erschließungsgeschichte des Toten Gebirges gegenüber. (etz, DER STANDARD, Printausgabe vom 18./19.1.2003)