Zwei Kinderfilme sind am Freitag als beste Kinoproduktionen mit dem Bayerischen Filmpreis ausgezeichnet worden. Der mit 250.000 Euro dotierte Produzentenpreis ging an "Bibi Blocksberg" und an "Das fliegende Klassenzimmer". Regisseur Roman Polanski bekam für sein Kinodrama "Der Pianist" einen Ehrenpreis.

"Der Pianist" erzählt die Geschichte des jüdischen Pianisten Wladyslaw Szpilman, der ein Martyrium im Warschauer Getto erlitt, nur mit Hilfe polnischer Freunde entkommen konnte und jahrelang in mehreren Verstecken überlebte, wobei ihm zuletzt auch ein deutscher Offizier half.

Schauspielerin Marie Bäumer erhielt den Darstellerpreis für ihre Rolle in "Der alte Affe Angst". Axel Prahl bekam den gleichen Preis für seine Rolle in "Halbe Treppe". Als Nachwuchsdarsteller wurde Barnaby Metschurat für seine Rollen in "Anatomie 2" und "Solino" ausgezeichnet. Als beste Nebendarstellerin wurde Margit Carstensen in "Scherbentanz" von Chris Kraus prämiert.

Publikumspreis an "Nirgendwo in Afrika"

Der Publikumspreis ging an "Nirgendwo in Afrika", der bereits vergangenes Jahr mit dem Bayerischen Filmpreis ausgezeichnet wurde. Der Film von Caroline Link ist für einen Golden Globe nominiert und wurde als deutscher Beitrag für den Auslands-Oscar eingereicht.

Den Nachwuchs-Regiepreis erhielt der Autor und Regisseur Chris Kraus für die Verfilmung seines eigenen Romanerfolgs "Scherbentanz". Die Autorin Ruth Toma wurde für ihr Drehbuch zu "Solino" ausgezeichnet.

Der Dokumentarfilmpreis ging an Douglas Wolfsperger für "Bellaria solange wir leben!", in dem er das Publikum an der Geschichte des legendären Kinos hinter dem Wiener Volkstheater und den Sehnsüchten seiner skurrilen Stammkundschaft teilhaben lässt. (APA)