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Nach Platz drei am Freitag fuhr Bruno Kernen am Samstag auf eins.

Foto: Reuters/ Lauener

Wengen - Der Schweizer Bruno Kernen hat am Samstag in der zweiten Weltcup-Abfahrt der Herren in Wengen einen Heimsieg gefeiert. Der Weltmeister von 1997 gewann in 2:28,69 Minuten vor den Österreichern Michael Walchhofer (+0,23 Sekunden) und Stephan Eberharter (0,45).

Die Schweizer beendeten eine lange Durststrecke in der Abfahrt. Seit 1998 (Didier Cuche) hatte es keinen Sieg mehr gegeben. Kernen ("Ich bin überwältigt")war über seinen dritten Weltcup-Erfolg zu Tränen gerührt. Den größten Triumph seiner Karriere hatte der 30-Jährige 1997 mit dem Weltmeister-Titel gefeiert.

Maier zurück in der Weltklasse

Eine bemerkenswerte Leistung legte Hermann Maier im dritten Rennen seit seinem schweren Motorradunfall hin, der Salzburger wurde als viertbester ÖSV-Läufer Siebenter (1,91). Vor ihm landete noch Andreas Schifferer, der Rang fünf herausfuhr.

Für Eberharter war der dritte Rang eine Premiere. Bisher hatte der Tiroler in dieser Saison jede Abfahrt für sich entschieden, bei der er ins Ziel kam, das waren immerhin fünf. "Ich bin ein Mensch und keine Maschine. Und Menschen machen eben Fehler", sah es Eberharter locker. Der Abfahrts-Weltcup dürfte ihm ohnehin nicht mehr zu nehmen sein, der Vorsprung auf Walchhofer beträgt 163 Punkte.

Walchhofer scheint in dieser Saison den zweiten Platz abonniert zu haben, nach Beaver Creek, Gröden und Bormio war Wengen die Nummer vier. Die Freude beim 27-Jährigen war dennoch groß, insbesonders nach dem Sturz vom Vortag. "Heute habe ich gesehen, dass ich ein reifer Abfahrer bin, deswegen war ich ich über einen zweiten Platz noch nie so glücklich."

Materielles

Ganz anders ging es da Leuten wie Trinkl, Werner Franz (beide Head-Faher), Peter Rzehak und Fritz Strobl (Salomon), die auch mit gutenFahrten nicht mit der Spitze mitkamen. (APA/red)