Vom "Welthandy", auf das die Telekomausrüster und Netzbetreiber so gehofft hatten, fehlt jede Spur. Während sich Europa auf den teuren, aber einheitlichen GSM-Funkstandard geeinigt hat, der volle Kompatibilität zwischen den Völkern inner- und außerhalb der EU gewährleistet, ging Japan eigene Wege. Statt GSM wurde die analoge, vom Militär entwickelte CDMA-Technologie eingesetzt.

Mobilfunk bleibt ein globales Dorf

Auch bei der dritten Handygeneration, die Breitbandinternet erlauben soll, bleibt der Mobilfunk ein globales Dorf: Europa, und Amerika migrieren zum code- gesteuerten Wideband-CDMA, dem sich auch China annähern wird. Japan hingegen bleibt isoliert, denn hier wird mit einer Ausnahme CDMA2000 1x implementiert, was zwar 3G, also Breitband ist, allerdings in mit den Europa-Standards derzeit nicht kompatiblen Versionen. (ung/ Der Standard, Printausgabe vom 18./19.1.2003)