Wien - Ein junger Sicherheitswachebeamter ist in der Nacht auf Samstag in Wien-Favoriten nach dem Versuch, einen Streit in einer Wohnung zu schlichten, von einem der Beteiligten durch mehrere Messerstiche schwer verletzt worden. Der 24-jährige Polizist gab daraufhin aus seiner Waffe zwei Schüsse ab und verletzte diesen nach Angaben der Bundespolizeidirektion ebenfalls schwer.

Der Sicherheitswachebeamte, der als Fußstreife unterwegs war, wurde via Funk wegen eines Streits in eine Wohnung in der Columbusgasse beordert. Nach dieser Amtshandlung verfolgte nach vorläufigem Ermittlungsstand einer der Beteiligten, der 35 Jahre alte Gerald H., den Polizisten und stach ihn mit einem 20 Zentimeter langen Klappmesser nieder. Der 24-Jährige versuchte noch zu entkommen, der Täter fügte ihm in der Folge aber weitere Stichverletzungen zu. Daraufhin gab der Beamte laut Polizei vermutlich zwei Schüsse auf den Angreifer ab und alarmierte kurz nach 2.30 Uhr per Handy den Notruf.

Der 24-Jährige erlitt eine Durchtrennung der Nackenmuskulatur, er wurde in das AKH eingeliefert. Gerald H. wurde von einem Projektil unterhalb der linken Leistengegend getroffen, außerdem streifte ein weiteres Projektil seine linke Hand. Er wurde in das UKH Meidling gebracht. Beide Männer befinden sich laut Polizei nicht in Lebensgefahr, konnten vorläufig aber noch nicht befragt werden. (APA)