Caracas/Wien - Der venezolanische Präsident Hugo Chavez hat dazu aufgerufen, die "terroristische und putschistische" Opposition nicht durch "internationale Faktoren" zu legitimieren. "Man muss vermeiden, dass die Ansicht entsteht, dass es hier zwei Gruppen auf dem selben Niveau gibt. Hier gibt es eine verfassungsmäßige Regierung und eine Gruppe von Faschisten", erklärte Chavez bei seiner monatlichen Rede vor der venezolanischen Volksversammlung. "Mit Putschisten verhandelt man nicht: Man vernichtet sie."

Im Dezember 1992 war der Fallschirmjäger Chavez selbst mit einem Militärschlag gegen den damaligen Staatschef Carlos Andres Perez gescheitert. Im Dezember 1998 wurde er zum Präsidenten gewählt. Seit Anfang Dezember sieht sich Chavez mit heftigen Protesten der Opposition konfrontiert, die am 2. Dezember den Generalstreik ausrief. Sie macht den linksnationalistischen Ex-Offizier für die Rezession in Venezuela verantwortlich. Mit den Streiks in der wichtigen Ölindustrie will sie die Lebensader des Landes treffen, um Neuwahlen erzwingen. Bahnbrecher des Streiks sind transnationale Konzerne wie Mobil Oil sowie etliche Banken. (APA)