Chongqing - Der amerikanische Automobilkonzern Ford Motor hat am Samstag die Produktion des Kleinwagens Fiesta in China gestartet. Anlässlich einer Feier zum Start der Fiesta-Produktion sagte Ford-Vizepräsident David Thursfield in Chongqing der Nachrichtenagentur Reuters: "Wir hoffen, in diesem Jahr 20.000 Einheiten fertigen und verkaufen zu können". Für das kommende Jahr liege die Absatzplanung bei 50.000 Stück. Der Fiesta ist das erste Auto, das Ford in China herstellt.

Thursfield sagte, Ford müsse schnell weitere Modelle entwickeln, um seinen Anteil an dem am weltweit schnellsten wachsenden Automarkt zu gewinnen. Ford ist in China ein Joint Venture mit der Chongqing Changan Automobile Co eingegangen, an dem beide jeweils 50 Prozent der Anteile halten. Ford sieht sich in China starker Konkurrenz gegenüber. Der Volkswagen-Konzern und der US-Automobilkonzern General Motors Corp sind bereits seit Jahren in China aktiv.

Volkswagen hat sich mit Hilfe seiner Fahrzeugmodelle Jetta und Santana bereits einen Anteil von schätzungsweise 40 Prozent am chinesischen Pkw-Markt erobert. Über Gemeinschaftsunternehmen in China mit First Auto Works und Shanghai Automotive Industry Corp stellt VW die Modelle Passat und Audi A6 sowie die Kleinwagen Bora und Polo her. VW will in diesem Jahr zudem einen neuen Kleinwagen mit dem Namen Gol für chinesische Privatkunden auf den Markt bringen. VW will dabei nach früheren Angaben den Absatz in China bis 2007 auf eine Million Fahrzeuge verdoppeln.

Das Gemeinschaftsunternehmen von GM und Shanghai Automotive Industry hält einen Anteil am chinesischen Pkw-Markt von etwa neun Prozent. GM Shanghai stellt jährlich 100.000 Autos her. Ford wolle das Werk in China weiter ausbauen, sagte Thursfield. Die Jahreskapazität von derzeit 50.000 Autos könnte Anfang 2004 auf 150.000 Autos steigen. Die Wachstumschancen in Chinas Automobilmarkt erscheinen überaus groß. Im vergangenen Jahr stieg der Autoabsatz um 56 Prozent auf 1,126 Millionen Einheiten.

(APA)