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Sami Tuoriniem

Foto: APA/ Coffrini

Murau/Kreischberg - Am vorletzten Tag der 5. FIS-Snowboard-WM auf dem Kreischberg wurde die Weltmeisterschafts-Premiere des BigAir zur skandinavischen Angelegenheit. Im siebenten Bewerb der Titelkämpfe in der Steiermark holte am Samstagnachmittag der Finne Risto Mattila mit 52,1 Punkten Gold, Silber sicherte sich der Schwede Simon Ax (47,5) einen Zehntel-Punkt dahinter ging Bronze an den Finnen Antti Autti (47,4).

Bruchlandung von Mausser

Auch die Plätze vier und fünf gingen mit dem Finnen Jukka Eratuli und dem Schweden John Loenqvist an Skandinavier, erst auf Platz sechs folgte mit dem Slowenen Ziga Susa das erste Nicht-"Nordlicht". Österreich war im Finale der Top 12 nicht vertreten. Der 20-jährige Steirer Florian Mausser, der chancenreichere der beiden heimischen Starter war bei der Weltcup-Generalprobe in Salzburg auf Platz zwei gesprungen, begrub in der ersten Qualifikation mit einem Sturz und 6,1 Punkten als 36. seine Hoffnungen im Schnee.

"Zu schnell"

"Ich bin zu schnell angefahren und war deshalb noch zu hoch in der Luft, als ich schon mit meiner Drehung fertig war. Deshalb musste ich weiterdrehen und bin auf 900 gelandet. Die Enttäuschung ist natürlich sehr groß", meinte ein sichtlich geknickter "Flo". Der zweite ÖSV-Teilnehmer Dominik Hörner schaffte immerhin den Aufstieg in die zweite Quali, blieb dort aber als 13. mit 16,0 Punkten auf der Strecke. "Ich bin sehr zufrieden, denn ich habe meine Sprünge super runtergebracht. Es war besser als im Training, ich bin erst kurz im Zirkus dabei und vielleicht kriege ich mehr Punkte, wenn ich bei den Judges bekannter bin", war der 18-jährige Wiener optimistisch für die Zukunft.

Mit "Switch 720" zu Gold

In der Entscheidung - die zwei besten von drei "runs" wurden gewertet - entschieden sich die drei "judges" für Risto Mattila. Der Zweite im Gesamtweltcup und Sieger von Stoneham brachte seinen "Switch 720" im dritten Durchgang herunter und machte damit seinen Sturz im zweiten "run" zum Streichresultat. Der Schwede Simon Ax schob sich auf Rang zwei, und Antti Autti, Führender nach den ersten zwei Sprüngen, konnte seinen Score nicht mehr verbessern und musste sich mit Rang drei begnügen. Zumindest holte er nach Rang vier in der Halfpipe aber wenigstens diesmal eine Medaille. Halfpipe-Weltmeister Markus Keller aus der Schweiz hatte auf einen BigAir-Start verzichtet.

"Wir Finnen hatten nach den guten Ergebnissen im Weltcup natürlich die Favoriten-Rolle, jetzt bin ich sehr glücklich, dass ich den Titel geholt habe", freute sich der Weltmeister über den Sieg bei der WM-Premiere des BigAir. (APA)