Washington - Die US-Regierung hat den Fluggesellschaften Delta, Northwest und Continental eine gemeinsame Vermarktung ihrer Flüge unter scharfen Auflagen gebilligt. Sie dürfen ihren Kunden Plätze auf den Flügen der anderen Gesellschaften verkaufen (Code Sharing), um den Kunden vor allem auf Routen in kleinere Zielorte ein besseres Angebot zu bieten.

Die drei Gesellschaften liegen in den USA auf den Plätzen drei bis fünf und kontrollieren gemeinsam mehr als ein Drittel des US- Flugverkehrs. Die in Insolvenzverfahren befindlichen Fluggesellschaften United Airlines und U.S. Airways hatten bereits im Herbst 2002 die Genehmigung für eine entsprechende Allianz erhalten. Northwest und Continental haben schon seit 1998 eine eigene Code- Sharing-Vereinbarung. Mit Delta, der drittgrößten US- Fluggesellschaft, gewinnt die Allianz bedeutend an Gewicht. Die Streckennetze der drei Fluggesellschaften überschneiden sich stärker als die von United und U.S. Airways.

Deshalb hat vor allem das US-Verkehrsministerium starke Auflagen verhängt, um Wettbewerbsbehinderungen zu verhindern. Unter anderem müsse die Fluggesellschaften an ihren Knotenpunkten wenig genutzte Schalter zur Verfügung stellen und dürfen keine Flugpreis-, Strecken- oder Kapazitätsabsprachen treffen. 60 Prozent der neuen Code-Share- Flüge müssen in kleinere und bisher nicht gut bediente Standorte gehen.

Das Justizministerium untersagte ebenfalls Preis- und andere wettbewerbsmindernde Absprachen. Es darf kein Code-Sharing auf Direktflugstrecken geben, auf denen die Gesellschaften miteinander konkurrieren. "Das Allianz-Abkommen hat mit den Auflagen das Potenzial, die Flugpreise zu reduzieren und den Passagier-Service in vielen Märkten im ganzen Land zu verbessern", erklärte R. Hewitt Pate, der Leiter der US-Kartellbehörde.

(APA)