Bogota - Zur Ausbildung der kolumbianischen Armee gegen linksgerichtete Guerillagruppen sind 60 Soldaten einer US-Spezialeinheit in Kolumbien eingetroffen. Die US-Marines sollen 6.500 kolumbianische Militärs im Departamento Arauca an der Grenze zu Venezuela für den Schutz einer Erdölpipeline vor Angriffen linksgerichteter Rebellen trainieren, wie General Eduardo Morales von der Zweiten Heeresdivision am Samstag mitteilte. Ein Voraustrupp von zehn US-Marines war bereits in den vergangenen Monaten in der nordöstlichen Region eingetroffen, das dem Kommando der Zweiten Heeresdivision untersteht.

Nach Angaben der von kolumbianischen Medien zitierten US-Botschafterin Anne Patterson sollen die Mitglieder der Sondereinheit drei Monate in der Region bleiben und danach von anderen US-Soldaten abgelöst werden. Insgesamt seien rund 400 US-Soldaten im Kampf gegen die Drogenmafia in Kolumbien stationiert.

Die etwa 780 Kilometer lange Erdölpipeline zwischen Cano Limon in Arauca und dem Karibikhafen Covenas westlich von Cartagena wird unter anderem vom multinationalen US-Konzern Occidental Petroleum (Oxy) betrieben. Sie war wiederholt das Ziel von Anschlägen linker Guerillagruppen, die zu erheblichen finanziellen Einbußen für Oxy führten. (APA)