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Frauen finden sich aufgrund der Doppelbelastung Familie / Job überdurchschnittlich oft in schlecht bezahlten Teilzeitjobs wieder
Foto: APa/Jan Nienheysen

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Grafik: APA

Wien - Frauen verdienen nach wie vor deutlich weniger als Männer. Das zeigt der aktuelle Einkommenbericht des Rechnungshofes, der dieser Tage veröffentlicht wurde. Wie dem umfassenden Bericht zu entnehmen ist, betrug 2001 das Netto-Jahreseinkommen unselbstständig beschäftigter Männer 17.860 Euro, jenes der Frauen nur 11.660 Euro.

Noch deutlicher ist die Differenz bei den Selbstständigen. Männer verdienten in dieser Gruppe durchschnittlich 12.370 Euro pro Jahr, Frauen bloß 6.770 Euro. Ein Pensionist hatte 2001 durchschnittlich 15.830 Euro netto, eine Pensionistin 9.800 Euro.

Geringster Unterschied im öffentlichen Dienst

Am geringsten ist der Einkommensunterschied im Öffentlichen Dienst. 2001 verdienten Beamte netto 24.070 Euro, Beamtinnen 22.680. Auch bei der Lehrlingsentschädigung gibt es kaum geschlechtsspezifische Differenzen. Burschen in einem Lehrberuf verdienten im Durchschnitt netto 5.670 Euro, Mädchen 4.750 Euro.

Mehr Vollzeit-Beschäftigung für Männer

Bei den Angestellten ist der Unterschied beachtlich: Angestellte Männer verdienten 2001 durchschnittlich 22.340 Euro netto, Frauen nur 13.560 Euro. Gewaltig die Differenz in der Gruppe der ArbeiterInnen: Arbeiterinnen kamen auf 8.110 Euro netto im Jahr, Arbeiter auf 15.380 Euro. Laut Bericht sind die geschlechtsspezifischen Unterschiede teilweise auch durch die unterschiedlichen Arbeitszeiten bedingt. So gebe es bei Männern mehr Vollzeit-Beschäftigungen und auch mehr Überstunden.

Im Jahresvergleich sind die Netto-Einkommen der Unselbstständigen von 2000 auf 2001 um durchschnittlich 0,9 Prozent gestiegen, jene der Selbstständigen um 1,1 Prozent. Die Pensionisten konnten sich im gleichen Zeitraum laut Rechnungshof über einen Zuwachs von 4,0 Prozent freuen. (APA)